BKH Kitten – Alles was man wissen muss!

Die Britische Kurzhaar Katze, BKH Kitten genannt, kennen die meisten Katzenliebhaber durch das teddyähnliche Fell. Sie ist mit die beliebteste Hauskatze. Ihr markantes kuscheliges Aussehen fällt sofort auf. Wie der Name schon sagt, kommt sie aus Großbritannien. Die Rassekatze nahm das erste Mal an einer Ausstellung im Crystal Palace im Jahre 1871 im Vereinigten Königreich in London teil. Sie ist die älteste Rassekatze (bezogen auf eine geplante Zucht). Seit ca. 100 Jahren wird sie gezielt gezüchtet. Die Briten nennen die besonders schöne Katze „British Shorthair“. Die Geschichte der BKH Kitten reicht jedoch bis in die Römerzeit zurück. Diese brachten den Überlieferungen nach die BKH Kitten nach Großbritannien.

Rassestandard und Körperbau

Die BKH Kitten sind sofort an ihrem teddyartigen und fluffigen Fell erkennbar. Das Haar ist kurz und steht leicht ab. Das Fell ist flauschig und die Unterwolle ist stärker ausgeprägt. Dieses Unterfell sorgt für das kuschelige und geschmeidige Fell.
Die Lebenserwartung beträgt ungefähr 15 bis 20 Jahre. Die Paarungszeit dieser Rasse ist ganzjährig und die Tragezeit beträgt ca. 65 Tage. Ausgewachsen ist die BKH Kitten mit ungefähr zwei Jahren.

Ihr Körperbau ist kompakt und breit. Die Beine sind kräftig, rund und kurz. Die Pfoten wirken breiter und sind stark ausgeprägt. Der Kopf wirkt ebenso im gesamten Verhältnis zum Körper breiter. Die Katze erhält hierdurch diesen „Teddyeffekt“.

Die BKH Kitten gibt es in vielerlei Farben. Die bekannteste Farbe ist die „British Blue“ und dabei besitzt sie dann diese markanten gelben Augen. Es gibt jedoch viele weitere Fellfarben:

• weiß
• schwarz
• creme
• rot
• hellbraun
• lila und
• rehbraun

Die Augenfarbe kann sehr unterschiedlich sein. Es gibt blaue, orange, kupferfarben, grüne und gelbe Farben der Augen. Durch ihr kuschliges Fell wirken sie vom Gewicht her schwer, doch dies täuscht. Sie sind eher leichter und die weibliche Katze wiegt bis ungefähr 6 Kilogramm und der männliche Kater bis zu 8 Kilogramm.

Der edle und ausgeglichene Charakter

Die BKH Kitten ist vom Charakter her ruhig, sanft, edel und vornehm. Sie verträgt sich in der Regel sehr gut mit anderen Katzen und durchaus ebenso mit weiteren Haustieren. Vorrangig ist ihr jedoch der Kontakt zum Katzenbesitzer wichtig und ist dabei jedoch nicht aufdringlich. Sie ist anhänglich und sucht die körperliche Nähe. Dabei ist sie stets neugierig wie Katzen nun einmal sind und bezogen auf ihre Umwelt sehr aufmerksam.

Wie alle Hauskatzen, welche nach draußen gehen, jagen gerne Mäuse. So kommt es vor, dass sie als Dank mit einer Maus ankommt. Sie gehört jedoch weniger zu der Sorte Katze, welche dieser Aktivität regelmäßig nachgeht. Der Hauptbezugspunkt ist die Familie. Sie ist ausgeglichen und besitzt kein so starkes Interesse, was den Freigang in der Natur betrifft. Es ist nicht verwunderlich, dass sie eher ruhig ist und von daher wenig miaut.

Die BKH Kitten und ihr Umfeld

Wer wenig zu Hause ist, sollte sich mindestens zwei BKH Kitten zulegen. Sie würde sonst leiden. Sie kann als Freigänger gehalten werden und genauso zu Hause. Beides ist möglich. Als Freigänger ist auf das regelmäßige Impfen jedoch zu achten.

Zu Hause mag sie es gemütlich und liebt Plätze, von denen aus ihr das Geschehen im Raum beobachten kann. Aktiv geht sie nicht unbedingt auf fremde Menschen zu. Scheu ist sie hingegen nicht. Sie ist auf jeden Fall eine pflegeleichte Katze und unproblematisch.

Die BKH Kitten sollte durch ihren eher ruhigen Charakter als reine Hauskatze genügend Auslauf bekommen. Ansonsten wird sie sich überschüssige Pfunde anfressen. Das Spielen mit ihr ist sehr wichtig, damit sie sich ausreichend bewegt. Sie Bewegung sollte als Hauskatze ausreichend angeregt werden. Interessant ist, dass sie weniger wasserscheu ist als andere Katzen. Muss sie einmal gebadet werden, dann wird dies gut möglich sein.

Eine Rasse mit wenig Anfälligkeiten

Die BKH Kitten sind gesundheitlich robust und sie wird kaum Ärger machen. Im Allgemeinen ist diese Rasse kaum anfällig. Sind die notwendigen Impfungen gemacht, wird es des Weiteren kaum zu Komplikationen kommen. Damit sie kein Übergewicht bekommt, sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Ansonsten wird es eher keine Probleme geben.

Katzenbabys sollten 12 bis 14 Wochen alt sein, bevor sie abgegeben werden. Der Mensch kann unterhalb von 12 Wochen die Katzenmutter nicht ersetzen. Ein Katzenbaby kann mit sechs Wochen schon sehr viel und dies führt zu dem Irrglauben, dass es schon in ein neues Zuhause kann. Sie profitieren unter 12 Wochen noch von der Nestwärme der Mutter und letztlich ebenso ihrer Geschwister. Wichtig ist, dass genau diese 12 Wochen die Stressresistenz aufgebaut wird. So wird der Charakter der BKH Kitten gefestigt. Das Verhalten der Mutter wird unweigerlich nachgeahmt. Sie erfahren somit die erste Erziehung.

Damit das Fell schön bleibt

Die Pflege der BKH Kitten bereitet kaum Mühen. Durch die dickere Unterwolle kann es passieren, dass die Haare verstärkt im Wohnbereich hinterlassen werden. Ein übermäßiger Haarverlust lässt sich durch das regelmäßige Kämmen und Bürsten verhindern. In der Regel liebt es die Katze, wenn sie gebürstet wird. Einmal die Woche ist ausreichend. Somit werden die überschüssigen Fellhaare mit Kamm und Bürste aufgefangen. Zu Zeiten des natürlichen Fellwechsels sollte das Fell öfters gebürstet und gekämmt werden.

Die blauen BKH Kitten sind keine Karthäuser

Die blauen BHK-Kitten werden häufig als Karthäuser bezeichnet. Dies ist ein Irrtum. Die Karthäuser Katzen haben grüne Augen und die blauen Briten besitzen Kupferfarbene. Es finden keine Einkreuzungen der beiden Katzenrassen statt. Von daher ist die Bezeichnung „Karthäuser“ für die blaue BKH-Kitten schlichtweg falsch.

Nach dem 1. und 2. Weltkrieg schmälerte sich der Zuchtbestand der BHK Kitten. Züchter versuchten das Auskreuzen mit anderen Rassen zu stärken. Die Versuche scheiterten. Dabei beruhten die Versuche maßgeblich mit der Perserkatze. Weitere Versuche fanden mit der Kartäuserkatze statt. Der Bestand hatte nach den beiden Weltkriegen ebenso gelitten. Im Jahre 1970 wurden die Britisch Kurzhaar Katze und die Kartäuser vom Zuchtverband FIFe schlichtweg zusammengefasst. Somit wurden alle blauen Katzen zu Kartäusern. Alle anderen Fellfarben als Britisch Kurzhaarkatze bezeichnet. Es kam zu Protesten der Züchter und im Jahre 1977 wurde diese Herangehensweise zurückgenommen.